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01 Mai 20200

Nahrungsergänzungsmittel sind ein Zusatz

„Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung“

Vom Bundesministerium für Frauen und Gesundheit wurde der Ernährungsbericht 2017 heraus gegeben. Aus ernährungsmedizinischer Sicht reihen sich die Vitamin-Mängel und Mineralstoffbaustellen dicht aneinander. Es gibt viel zu verbessern!

Blick über den Gartenzaun

Als Arzt untersuche ich im Regelfall Menschen mit Krankheiten und Medikamenteneinnahme. Selbstverständlich also, wenn durch auszehrende Krankheiten oder Therapien, Inappetenz und Interaktion mit den eingenommenen Medikamenten einige Mikronährstoff-Mängel in der Blutanalyse detektiert werden. Als regelhaftes Beispiel seien Menschen mit veganem Lebensstil erwähnt. Die Menschen, die damit glücklich werden, gehen nicht zum Arzt. Nur jene Personen, deren individueller biochemischer Fingerprint nicht zu dieser Ernährungsform passt, die suchen dann ärztliche Hilfe auf. Als Mediziner hat man es scheinbar nur mit kranken Veganern zu tun. Die gesunden Veggies kommen ja auch nicht in die Ordination!

Deshalb also der Blick über den Gartenzaun auf die gegenwärtige Ernährung in Bezug auf die Vitalstoffe im Staat Österreich, untersucht vom Bundesministerium für Frauen und Gesundheit und veröffentlicht im Ernährungsbericht 2017.

Die Realität

Nach Studium des österreichischen Ernährungsbericht 2017, wenn es ab Seite 29 um die Zufuhr der fettlöslichen und wasserlöslichen Vitamine geht, wird klar, dass der normale österreichische Staatsbürger eine 100%ige Versorgung mit den lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie ungesättigte Fettsäuren über eine durchschnittliche österreichische Ernährung nicht leicht schafft.

Es werden Prozentzahlen genannt, wieviel monitierte Menschen NICHT auf die Zufuhrempfehlungen der ernährungsmedizinischen Gesellschaften kommen. Exakt dieses Ziel verfolgt nämlich der Ernährungsbericht- zu erfahren, wieviel wovon gegessen und auch wieviel wovon nicht gegessen wird!

  • 84% der Frauen erreichen die Eisenempfehlungen nicht
  • 75,5% verfehlen den Vitamin E– Wert
  • 75% der Frauen sind an Calcium nicht optimal versorgt
  • 73% der Frauen fehlt Folsäure [wobei hier noch nicht einmal die empfohlenen 400µg des UK Department of Health beachtet wurden. Damit würden 86% das Folsäure-Ziel nicht erreichen]
  • 51,4% der Probanden sind mit Magnesium unterversorgt
  • 46,6% sind ungenügend mit Vitamin C versorgt
  • 43,2% erreichen Vitamin B1 nicht
  • 40% Menschen fehlt das Vitamin B2 und Vitamin 6
  • 33,6% unterschreiten von Beta Carotin (Provitamin A) die Zufuhrempfehlung
  • 31,5% mangelt es an Zink im Essen
  • 28,1% kommen nicht auf ihr B12
  • 18,6 erreichen die Biotin-Empfehlung nicht

Zu Vitamin D3 und Vitamin K2 sowie den Omega 3-Fettsäuren fehlen prozentuelle Angaben leider.

Vitamin B3 stellt eine echte Ausnahme und die gute Nachricht dar, da dieses „Vitamin“ offensichtlich über die Nahrung gedeckt werden kann. Kunststück- das liegt nicht am tollen Gehalt in der Nahrung, sondern daran, dass Vitamin B3 gar kein Vitamin ist, sondern aus Tryptophan vom Körper hergestellt werden kann 🙂

Der Wunsch

Wünschenswert wäre eine optimale 100%ige Versorung mit allen essentiellen Nährstoffen; am besten leicht im Plus für Krisenzeiten. Zu erreichen versucht man dies über die Ernährungsempfehlungen in Form einer leicht lesbaren Ernährungspyramide. Die Lebensmittel auf der breitesten Stufe ganz unten sollen öfters täglich zugeführt werden, die Lebensmittel an der Spitze nur zu besonderen Anlässen. Auf der Seite der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung sind zusätzlich viele Tipps dazu.

Ernährungsempfehlungen

Entweder die Österreicher halten sich nicht an diese Tipps, was ich für sehr wahrscheinlich halte, denn 5x am Tag Obst und Gemüse muss man erst mal ohne Blähungen verdauen können, und 3x pro Tag Milchprodukte sind gleichsam deftig, wenn man die Häufigkeit von Laktoseintoleranz von 10-15% in der Bevölkerung bedenkt, oder aber die herkömmliche Nahrung gibt nicht die nötigen Vitamine her, was ich ebenfalls für möglich halte. Lange Transportwege, Ernte im unreifen Zustand, Lagerung zu Hause, etc.

Gerade maximal gesundheitsbewusste Menschen zieht es gerne in meine Spezialordination, und sie möchten wissen, ob bei ihrer gesunden Lebensweise mit der ausschließlich biologischen Kost, der vielen frischen Nahrung, dem Sport, usw. ihre Werte Optimalniveau erreichen. Ganz ehrlich- es gibt immer etwas zu verbessern! Bevor man mich erbost anruft: Ausnahmen bestätigen die Regel 🙂

Das Gesetz

Sollte es uns also unmöglich sein, die Ernährungs-Empfehlungen der medizinschen Gesellschaften einzuhalten, und sollte unsere Nahrung tatsächlich nicht genügend Vitalstoffe hergeben, was gibt es bequemeres als eine gezielte Supplementation in Form von Nahrungsergänzungsmitteln?

Die Nahrungsergänzungsmittelverordnung gebietet es, den Satz zu Beginn des Artikels auf die Behältnisse (Dosen) zu schreiben: „Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung“. Das entspricht ganz meiner Erkenntnis, denn es gibt keinen Ersatz für einen lebenswerten Lifestyle. Allerdings gibt es sehr wohl sinnvolle Zusätze. Der Ernährungsbericht demonstriert uns eindeutig, wissenschaftlich fundiert, dass eine normale Ernährung nicht die Zufuhrempfehlungen zu decken vermag, geschweige denn uns im Überfluß versorgen könnte.

Nahrungsergänzungsmittel sind ein Zusatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung

Bleiben Sie gesund, Ihr Dr. Simon Gmeiner

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