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26 Februar 20200

Erfahrungen aus den Blutanalysen

Erfahrungen aus den Untersuchungen in der Ordination

Seit ich 2010 die Ordination eröffnet habe, besuchten mich über 3000 Patienten. Die geschilderten Beschwerden sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Bei so vielen Patienten ist an gesundheitlichen Störungen das gesamte Spektrum der Allgemeinmedizin abgedeckt.

Kinesiologischer Muskeltest und orthomolekularmedizinische Blutanalyse

Zur Erstvorstellung werden die Symptome besprochen anhand derer danach der kinesiologische Muskeltest durchgeführt wird. Damit lässt sich bereits beim ersten Besuch festlegen, mit welchen Vitaminen und Mineralstoffen begonnen werden soll. Zudem wird anhand des Erstgesprächs der Umfang der Blutuntersuchung abgesteckt und Blut dafür abgenommen und eingesendet. Beim zweiten Treffen folgt eine detailierte Besprechung der erhobenen Befunde und eine Empfehlung, wie ernährungsmedizinisch weiter therapiert wird.

Aufgrund dieser bisher empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel lässt sich ein interessanter, statistischer Überblick gewinnen über die am Häufigsten kinesiologisch und per Blutanalyse gefundenen Vitalstoff-Mängel. Los geht´s!

Die Nummer 1 – Vitamin D3

Rückblickend auf ein Jahrzehnt der Blutuntersuchungen stellt der Vitamin D3-Mangel den häufigsten Grund für die Verordnung eines Vitamins dar.

Das ganze Jahr hindurch erreichen mich Befunde von Vitamin D3-Werten, die nicht optimal sind. Gebetsmühlenartig wiederhole ich auch gerne an dieser Stelle die Empfehlung im Herbst und Winter das Sonnenlicht-Vitamin D3 einzunehmen. Herbst und Winter dauern 6 Monate lang: von 23.09. bis 21.03. 🙂

Sichere obere Langzeitdosierung: 4000I.E. pro Tag zum Essen

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Menschen mit 4000I.E. pro Tag zum Essen eingenommen, zufriedenstellende Blutwerte erreichen. Einige Menschen haben höheren Bedarf. Noch nie habe ich es erlebt, dass jemand mit dieser Dosierung (4000I.E., viertausend internationale Einheiten) im kritisch hohen Bereich war. Auch die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) gibt in den Empfehlungen diese 4000I.E. als sichere obere Langzeitdosierung an. Achtung: Die ernährungsmedizinischen Gesellschaften empfehlen 200I.E. (zweihundert) pro Tag, was vor dem Hintergrund der von mir durchgeführten Messwerte geradezu scherzhaft klingt. Das ist nicht meine Meinung, sondern meine Erfahrung. Aufgrund der nationalen Gesetzgebungen dürfen die Empfehlungen auf den Verpackungen der Nahrungsergänzungsmittel nicht höher ausfallen. In der Praxis empfehle ich 4000I.E. pro Tag zum Essen und messe bei Bedarf nach.

Selen – die Nummer 2

An zweiter Stelle der TOP 3 folgt Selen. In Österreich weiß man, dass das Speisesalz jodiert wird, da es im Erdboden fehlt und deshalb auch im regionalen Gemüse und Obst wenig vorhanden ist. Sucht man die Ursache für den Jodmangel wird man lesen, dass die eiszeitlichen Gletscher dieses essentielle Spurenelement ausgewaschen haben. Das gleiche gilt für Selen.

Paranüsse, Kokosnüsse und Selen-Kapseln

Was haben diese drei gemeinsam? Genau- einen hohen Selengehalt 🙂

Medizinisch gesprochen: Die katalytische Funktion von Selen über die entgiftende Funktion als Cofaktor der GPx (Glutathionperoxidase) wird ab einem Vollblutspiegel von ca. 145µg/l erreicht. Solche Werte erreicht man mit einer täglichen Einnahme von zumindest 150µg bis 200µg Selen nüchtern pro Tag. Erfreulicherweise steigt der Selenspiegel bei Einnahme von Natriumselenit schnell an. Notfalls mit Infusionstherapie. Um wieder die Erfahrung zu bemühen: eine Einnahme von 5 Paranüssen pro Tag ergibt auch tolle Selenwerte, aber die Wenigsten ziehen das konsequent durch. Bequem und sicher ist die Dosierung mit Nahrungsergänzungsmitteln. In der Schweiz dürfen selenhaltige Präparate nur bis maximal 60µg als Nahrungsergänzungsmittel beworben werden. Meiner Erfahrung nach genügt 60µg nicht, um einen Optimalwert unter z.B. Entgiftung einer Chemotherapie aufrecht zu erhalten oder einen nachgewiesenen Selenmangel zeitnah auszugleichen. Ich würde 200µg morgens nüchtern in der Praxis empfehlen!

Omega 3

Die Analyse von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren sind der Grund, warum unsere Patienten zur Erstvorstellung nüchtern kommen sollen, damit diese „guten“ Fettsäuren untersucht werden können. Gerade bei den Fettsäuren finden sich oftmals Werte im akzeptablen Bereich; zumindest für Gesunde.

Normal versus Optimal

Gerade bei Erkrankungen entzündlicher Natur oder dementieller Entwicklung stellt der Normalbereich nur das Mindestmaß dar. Zur orthomolekularmedizinischen Therapie wird man die Omega 3 Fettsäuren hochdosiert einsetzen müssen. Dazu bedarf es höherer Dosierungen, die die Werte dann in den Optimalbereich treiben. Zu dem Zweck betrachtet man das enthaltene EPA in den Omega 3 Kapseln und nimmt Dosierungen von ca. 500mg pro Tag zum Essen, was normalerweise 2 Kapseln pro Tag zum Essen entspricht.

Voilà! Sollte man mich fragen, auf welche Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren man besonders achten sollte, dann verweise ich gerne auf dieses Trio bestehend aus dem Vitamin D3, dem Mineralstoff Selen und der essentiellen Fettsäure Omega 3.

Herzlichst, Ihr Dr. Simon Gmeiner

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