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07 März 20200

Cholesterinsenker mit Wechselwirkung

Gutes Cholesterin

Cholesterin wird im menschlichen Körper an vielen entscheidenden Stellen benötigt. Erwähnenswert ist nebst der Funktion als Stabilisator der Zellmembran vor allem die körpereigene Produktion von wesentlichen Hormonen. Diese aus Cholesterin aufgebauten Hormone sind die Geschlechtshormone wie Progesteron, Testosteron und Östradiol mit ihren vielfältigen Wirkungen auf den Muskelaufbau, den Menstruationszyklus, die Reproduktion und generell die Sexualfunktion.

Ebenso lebenswichtig und unabdingbar für unser Funktionieren wird Cholesterin in den Nebennieren gebildet. Vor allem in der Nebennieren-Rinde entsteht körpereigenes Cortisol zur Regulation des Blutzuckers und zur dämpfenden Funktion des Immunsystems sowie Aldosteron, mit dessen Hilfe der Blutdruck und die Salzausscheidung eingestellt wird. Weiterhin bestehen die Gallensäuren zur Fettresorption im Dünndarm aus Cholesteringerüsten. Zu guter Letzt sei noch die Ausgangssubstanz für die Vitamin D3-Bildung genannt: das 7-Dehydro-Cholesterin.

Ohne Cholesterin ist menschliches und tierisches Leben unmöglich.

Schlüsselstelle

Allein bis zum Aufbau eines Cholesterins sind viele hintereinander geschaltete Stationen beteiligt. Wie in Fließarbeit reiht sich eine lange Kette an Stoffwechselschritten aneinander. Die zentrale Stelle nennt sich HMG-CoA-Reduktase; ein Biokatalysator. Exakt an dieser Stelle wird bedarfsweise eingestellt: hinauf reguliert, wenn mehr Cholesterin gebraucht wird, und es wird herunter gefahren, wenn bereits genügend zur Verfügung steht.

Stress

Beispielsweise zur Bewältigung von anstrengender körperlicher oder geistiger Arbeit wird der Blutdruck und der Blutzucker hoch gefahren, damit unsere Muskeln und unser Gehirn ausreichend durchblutet und mit Zucker versorgt wird. Da eine längere Adaption durch das Stresshormon Cortisol bewerkstelligt wird, muss letztlich auch die Ausgangssubstanz Cholesterin vermehrt nachgeliefert werden. Also wird der Blut-Cholesterinspiegel bei andauerndem Stress steigen. Der bio-logisch denkende Arzt wird bei seinem Patient mit erhöhtem Cholesterinspiegel folglich ein Reflektieren seiner Stressoren empfehlen.

Biosynthese hemmen: Statine

Die Schlüsselstelle der Cholesterin-Synthese dient nun auch als Ansatzpunkt für die cholesterinsenkenden Statine. Damit wird direkt in die köpereigene Regulation eingegriffen und die Produktion gehemmt.

Nebenbaustelle Coenzym Q10

Unglücklicherweise stellt die Schlüsselstelle des Cholesterins gleichsam auch eine Schlüsselstelle für den Aufbau des Coenzym Q10 dar. Dessen Biosynthese im menschlichen Körper nützt dabei über weite Strecken denselben Weg und wird bei Hemmung durch Statine ebenfalls gehemmt. Coenzym Q10 ist maßgeblich an der Produktion von körpereigener Energie beteiligt. Besonders Organe mit höchstem Energiebedarf weisen also auch die höchtes Coenzym Q10-Konzentration auf: Muskeln (Herz!), Leber und Gehirn.

Weshalb die Pharmahersteller das Coenzym Q10 nicht automatisch beimengen, kann ich nicht beurteilen, denke aber, dass es an den Zusatzkosten liegt.

Muskelschwäche

Die häufigste unerwünschte Nebenwirkung der Statine stellt die Muskelschwäche – eventuell aufgrund eines Coenzym Q10-Mangels – dar. Bemerkt wird dabei vor allem die Schwäche in den großen Muskeln: Stiegen steigen fällt schwerer, Muskelkaterartige Schmerzen bestehen selbst ohne Anstrengung. Medizinisch objektiviert wird der Muskeluntergang durch 3 monatliche Meßung der CPK (Creatinphosphokinase, auch CK abgekürzt) beim betreuenden Arzt.

Leberwert-Erhöhung

Unter Einnahme von Statinen sollte zusätzlich alle 3 Monate eine Blutanalyse der Leberwerte erfolgen. Aus dem Vorgenannten dürfte klar werden weshalb 🙂

Roter Reis

Aus der naturheilkundlichen Küche gibt´s eine Alternative bezüglich Statinen: mittels spezieller Pilze namens Monascus purpurea wird Reis rot fermentiert. Dadurch wird Monacolin K bzw. Lovastatin gebildet. Eine natürliche cholesterinsenkende Option. Aufgrund des natürlichen Vorkommens existiert hier keine Möglichkeit seitens der Pharmahersteller hierauf ein Patent anzumelden. Derzeit wird Roter Reis als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft und darf frei verkauft werden. Deshalb dürfen die Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel die Rezepturen aus Rotem Reis verfeinern mit zusätzlichen Substanzen.

Bio-logische Präparate

Die gute Nachricht besteht darin, dass es abseits der herkömmlichen Pharmaindustrie bereits sinnvolle Kombinationen gibt von cholesterinsenkendem Rotem Reis, dem bereits ausreichend Coenzym Q10 zugesetzt wird. Als mehrheitlich ausreichend würde ich 30mg Coenzym Q10 pro Tag einschätzen. Die meisten Patienten erreichen hiermit gute Werte. Weiterhin sinnvoll scheint mir die Einnahme eines antioxidativen Schutzes zu sein, zum Beispiel als leberschützende Mariendistel.

Bleiben Sie gesund, Ihr Dr. Simon Gmeiner

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